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15.08.2008  Rauchmelderpflicht bald deutschlandweit ...
 
Lebensretter Rauchmelder

In Deutschland sterben jährlichbei Bränden ca. 800 Menschen. Die Meisten davon in Privathaushalten.Ursache für die ca. 200.000 Brände im Jahr ist aber entgegen derweitläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit. Sehr oft lösentechnische Defekte solche Brände aus. Brände, die nicht seltenverherende Folgen haben können, wenn sie nicht rechtzeitig bemerktwerden.

Ein sehr geeignetes Vorbeugemittel sind Rauchmelder. Da Brände vor allem Nachts für die Bewohner eines Hauses zur tödlichen Gefahr werden, weil man im Schlaf keinen Geruchssinn hat, sind Rauchmelder ein sehr geeignetes Mittel, um rechtzeitig vor den Gefahren eines Brandes gewarnt zu werden. Denn, tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Rauch. Bereits nachdrei Atemzügen des hochgiftigen Rauchgases ist man bewusstlos. Diese Bewusstlosigkeit führt schließlich zum Tod durch ersticken.

Die fünf wichtigsten Irrtümer

„Wenn es brennt, habe ich mehr als zehn Minuten Zeit, um die Wohnung zu verlassen.“
Falsch! Man hat durchschnittlich nur vier Minuten zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann sogar bereits nach zwei Minuten tödlich sein.

„Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren.“
Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur zwei Minuten Zeit hat – besonders nachts, wenn der Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.

„Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher.“
Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder im Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden einen ganz unverschuldet.

„Steinhäuser brennen nicht.“
Das brauchen sie auch nicht! Schon die Gardine, die Tapete oder rund 100 Gramm Schaumstoff, beispielsweise in der Couch, sind ausreichend, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen.

„Rauchmelder sind zu teuer.“
Ein Rauchmelder ist das beste Mittel zum vorbeugenden Brandschutz imeigenen Haushalt. Täglich sterben in Deutschland zwei Menschen bei Bränden. Wie viel ist einem sein Leben wert?

Diese Rauchmelder gibt es

  • Heimrauchmelder sind nicht größer als eine Kaffeetasse, unauffällig, leicht zu installieren und überall im Fachhandel erhältlich. Hochwertige Rauchmelder mit dem VdS Zeichen funktionieren nach dem optischen Prinzip, das eine zuverlässige Raucherkennung und entsprechende Alarmmeldung ermöglicht. Rauchmelder sollten batteriebetrieben sein, um auch bei Stromausfall zu funktionieren.
  • 230-Volt Melder eignen sich besonders gut für den netzbetriebenen Gebrauch für Neu- und Ausbauten sowie für Modernisierungen von Wohn- und Geschäftsräumen. Voraussetzung für eine Montage ist eine 230 Volt Stromversorgung. Solche Rauchmelder lassen sich auch im Nachhinein noch installieren. Dies geschieht dann über eine Aufputz-Zuleitung. Zudem gewährleistet die Notstrom-Option auch bei Stromausfall ein einwandfreies Funktionieren. Beim Kauf sollte man auch hier unbedingt auf das VdS-Siegel achten. Es ist auch eine Reihenverkabelung aller Rauchmelder untereinander möglich, sodass dann alle Melder gleichzeitig alaramieren.
  • Bei der Funkvernetzung von Rauchmeldern wird das Signal an alle anderen Rauchmelder weitergegeben, wenn ein Rauchmelder Alarm auslöst. Dies ist ein wesentlicher Vorteil, wenn die zu überwachenden Bereiche sehr weitläufig sind und die Gefahr besteht, dass ein einzelner Alarm überhört werden könnte. Funkrauchmelder mit einem zentralen Empfangsgerät alarmieren im Brandfall sowohl an die Melder selbst, als auch über eine Zentrale.
  • Funkrauchmelder für Hörgeschädigte, die dieser Personenkreis mit seinen Lichtsignalanlagen verbinden kann, werden unter anderem von diesen Vertriebsfirmen angeboten. In wie weit die Anschaffungskosten dafür von den Kostenträgern übernommen werden, sollte man vorher abklären. Beim Kauf solcher Funkrauchmelder sollte man auch hier unbedingt auf das VdS-Siegel achten.

Wo besteht schon heute eine Rauchmelderpflicht?

Zwischenzeitlich besteht in 6 Bundesländern die Rauchmelderpflicht. Dies sind:

Hamburg

  • seit 2006
  • in Neu-, Um- als auch in Bestandsbauten
  • für Schlafräume, Kinderzimmer,
  • für Flure, die als Rettungsweg dienen
  • Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis zum 31. Dezember 2010

Hessen

  • seit 2005
  • in Neu-, Um- als auch Bestandsbauten
  • für Schlaf- und Kinderzimmer
  • für Flure, die als Rettungsweg dienen
  • Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis 2014

Mecklenburg-Vorpommern

  • in Neu-, Um- als auch Bestandsbauten
  • für Schlafräume, Kinderzimmer
  • für Flure, die als Rettungsweg dienen
  • Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis zum 31. Dezember 2009

Rheinland-Pfalz

  • seit 2003
  • in Neu- und Umbauten
  • für Schlaf- und Kinderzimmer
  • für Flure, die als Rettungsweg dienen

Saarland

  • seit 2004
  • in Neu- und Umbauten
  • für Schlaf- und Kinderzimmer
  • für Flure, die als Rettungsweg dienen

Schleswig-Holstein

  • seit 2004
  • in Neu- und Umbauten
  • für Schlaf- und Kinderzimmer
  • für Flure, die als Rettungsweg dienen
  • Nachrüstpflicht in vorhandenen Wohnungen bis Ende 2009

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